von Gast » 20.04.2005, 10:36
Wieso seit ihr so scharf darauf, schwarz auf weiss nachzulesen, das Uwe schwul ist? Was spielt das überhaupt für eine Rolle? Und überhaupt: welchen Neuigkeitswert hat das? Jeder, der einigermassen realitätsnah durchs Leben schreitet und Uwe live gesehen hat, erkennt doch was Sache ist (die Tonalität, das etwas schwuchtelige Getue, keine Frau an der Seite seit Jahrzehnten undundund). Ich fand sein Selbst-Outing jedenfalls überhaupt nicht überraschend. Genauso wenig konnte ich nachvollziehen, wie einige Medien nach dem Tod von Moshammer so taten, als seien sie komplett überrascht. Sehr sehr viele Musicalkünstler sind schwul. Na und? Ich bewundere Uwe, für seinen Mut Offenheit zu zeigen. Hätt er schon viel früher machen können. Genauso wie andere.
Aber die meisten haben Sorge (ähnlich wie bei Boy-Band-Stars oder Filmstars), dass Ihnen die weiblichen Fans (und Plattenkäufer) weglaufen, wenn sie hören, der ist schwul.
Ich finde, mehr Selbstbewußtsein wäre angebracht. Und von Seiten der Fans: mehr Offenheit und Toleranz. Nicht immer von vornherein bei jedem davon ausgehen, er sei hetero. Immer auch in Betracht ziehen, das der Künstler schwul sein könnte und dieses als völlig normal betrachten. Dann ist man auch nich überrascht, geschockt oder enttäuscht, wenn sich der Betroffene selbst outet.