Auch wenn schon unter Termine einiges geschrieben wurde möchte ich auch hier etwas zu der Benefizgala gestern in Essen schreiben.
Zu aller erst war ich etwas enttäuscht, da Ethan Freeman nicht da war. Und es verwunderte mich, dass den Zuschauern nicht gesagt wurde, dass er wegen Krankheit verhindert ist. Und auch wenn das Programm einige Lieder verhieß, die ich nicht kannte (-> Operette), freute ich mich. Leider begann die Gala etwas verspätet und mit zwei Operettenliedern. Doch schon der „Culture Shock“ war fantastisch. Miki Nakamura und ihr und ihr Tanzlehrer-Freund tanzten einfach toll. Das Publikum jubelte. „Durch das Dunkel der Welt“ war sehr gut, auch wenn eine Liebesbeziehung zwischen Christian Müller und Conny Drese (Altersunterschied?) etwas befremdlich wirkte. Doch Christian Müller hat eine gute Stimme. Fernand Delosch und Jeanne Marie Nigl waren absolut witzig. Auch wenn einige Personen im Publikum leicht pikiert waren, spätestens bei „Internet ist für -“ waren feine Herrschaften in der Reihe vor mir peinlich berührt. Obwohl es eine tolle Performance war. Jedoch wirkte das Operettenlied danach sehr fehl am Platz, ja fast schon lächerlich. „Wenn ich einmal reich wär“ sang Lars Henry Larsson . Der Tanz „O Baile“ war wiedereinmal toll. Das ABBA Lied „I know him so well“ war sehr niedlich. Claus Dam brachte tolle Stimmung auf die Bühne mit seinem Swing „Lady is a tramp“, auch wenn es leider recht kurz war. Und auch „The impossible dream“ war gut. Und dann kam eines der Highlights: Lucius Wolter und Daniel Papst in „Der Heiratsantrag“ aus Titanic. Wow, es war absolut super. Genauso wie das darauffolgende Lied: „Drei Tage“, bei dem Lucius mit Martina Rumpf sang. Und auch Nikolaj Alexander Brucker war wunderbar, wenn auch sehr traurig. Man merkte, dass es ihm viel bedeutete. Maricel ist nun mal nicht mein Favorit und deshalb gefiel mir „Seit du weg bist“ nicht gut. Alyssa Preston, das Geburtstagskind des Abends, sang zum Abschluss des ersten Teils „Saved“.
Der zweite Teil begann mit einem weiteren Operettenlied von Petra Koschatzki, die auch als Moderatorin agierte – dazu später mehr. Maricels „Ein bisschen Frieden“ übertraf meine Erwartungen absolut. 1. Das Lied und 2. ich habe meine Meinung zu Maricel ja schon gesagt ließen für mich nichts gutes verheißen. Aber es war toll: Man hatte viel zu lachen und die Stimmung war auch sehr gut. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich „Send in the Clowns“ noch nicht kannte. Patricia Corry trug es wunderbar vor und ich war sehr erfreut. Das weitere Liebeslied von Christin Müller und Conny Drese „Love has come of age“ kann man genauso beschreiben wie vorhin: Toll gesungen, jedoch... „The last man in my life“ von Tersia Potgieter gefiel mir recht gut und Anne Görner war wunderbar bei „I will be loved tonight“. Und dann kam Nikolaj mit „Gethsemane“. Ich war sehr beeindruckt – da ich seine Stimme noch nie so gehört hatte. Der erste Teil war wirklich phantastisch. Und er tat mir sehr leid im zweiten Teil des Liedes, da seine Stimme beim letzten Ton im Falsett versagte. Man sah ihm seinen Ärger richtig an, obwohl der Anfang wirklich toll war. Danach folgte ein Tanz den ich nicht ganz verstand: „Fusion art presents“. Dort sang Ian Jon Bourg „Von nun an gibt es kein zurück“ und dazu wurde getanzt. Der Tanz war in Ordung, aber Ian verpatzte einige Töne und so war es nicht sehr schön. Anne Görners nächstes Lied, das sie mit Sandra Burchartz sang war wieder sehr schön: „Barcarole“. „Ich wär so gern ein Star“ von Conny Drese war witzig und gut. Nach einem Solo der Combo (etwas lang – die Zeit schwand). Sang Thomas Borchert und er war sehr gut. Als ich zu Anfang gesehen hatte, dass er „Make a wish come true“ singt, war ich etwas beunruhigt, doch er war toll. Und auch das Lied danach („I`ve got you under my skin“) war witzig. Thomas hatte anscheinend sehr gute Stimmung und machte so einiges Witzige auf der Bühne. Zum Abschluss sang Gabriele Ramm noch ein Lied. Als Ensemble Schlusslied kam „What I did for love“. Ich fand dieses Lied sehr schön und es klang toll (auch wenn die Mikrophone nicht sonderlich gut aufeinander abgestimmt waren). Der Schlussapplaus war leider sehr kurz, aber laut und stehend.
So jetzt noch allgemeines: Die Moderatorin (Petra Koschatzki) war schrecklich. Sie sprach einige Namen falsch aus (Luzius statt Lucius, Bruckner statt Brucker, John statt Jon und Laura statt Laurie). Außerdem sprach sie zu viel – denn die Zeit war schon knapp genug. Und das ist auch der nächste Punkt. Es war angekündigt, dass die Veranstaltung zweieinhalb bis drei Stunden dauern sollte, jedoch dauerte es letztendlich mehr als vier Stunden. Natürlich hatte ich wegen der Show nichts dagegen, denn es waren ja wirklich tolle Stücke dabei, aber somit musste ich den Stagedoorbesuch kürzen. Ich stand mit meinen Freundinnen nur kurze Zeit davor, schließlich mussten wir nach Hause. Und auch für andere Leute war es sehr schlecht, da einige noch mit Zug nach Hause mussten und den Saal eher verlassen mussten. Ich weiß nicht wie es passieren kann, dass man sich organisatorisch so sehr verschätzt. Das Publikum war okay. Es gab noch weiter Fans in der rechten Hälfte (wir saßen links) und dann noch vereinzelte. Doch einige Zuschauer fühlten sich eindeutig nicht wohl, das war schade.
Somit war im Allgemeinen der Abend ein toller Abend. Ich habe vieles gehört was mich sehr gefreut hat und die Stimmung war ziemlich gut – trotz der schlechteren Punkte.

