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Benefizgala: Come Together

Berichte über Eindrücke, Pannen etc.

Benefizgala: Come Together

Beitragvon Fantine » 30.05.2006, 21:50

Auch wenn schon unter Termine einiges geschrieben wurde möchte ich auch hier etwas zu der Benefizgala gestern in Essen schreiben.
Zu aller erst war ich etwas enttäuscht, da Ethan Freeman nicht da war. Und es verwunderte mich, dass den Zuschauern nicht gesagt wurde, dass er wegen Krankheit verhindert ist. Und auch wenn das Programm einige Lieder verhieß, die ich nicht kannte (-> Operette), freute ich mich. Leider begann die Gala etwas verspätet und mit zwei Operettenliedern. Doch schon der „Culture Shock“ war fantastisch. Miki Nakamura und ihr und ihr Tanzlehrer-Freund tanzten einfach toll. Das Publikum jubelte. „Durch das Dunkel der Welt“ war sehr gut, auch wenn eine Liebesbeziehung zwischen Christian Müller und Conny Drese (Altersunterschied?) etwas befremdlich wirkte. Doch Christian Müller hat eine gute Stimme. Fernand Delosch und Jeanne Marie Nigl waren absolut witzig. Auch wenn einige Personen im Publikum leicht pikiert waren, spätestens bei „Internet ist für -“ waren feine Herrschaften in der Reihe vor mir peinlich berührt. Obwohl es eine tolle Performance war. Jedoch wirkte das Operettenlied danach sehr fehl am Platz, ja fast schon lächerlich. „Wenn ich einmal reich wär“ sang Lars Henry Larsson . Der Tanz „O Baile“ war wiedereinmal toll. Das ABBA Lied „I know him so well“ war sehr niedlich. Claus Dam brachte tolle Stimmung auf die Bühne mit seinem Swing „Lady is a tramp“, auch wenn es leider recht kurz war. Und auch „The impossible dream“ war gut. Und dann kam eines der Highlights: Lucius Wolter und Daniel Papst in „Der Heiratsantrag“ aus Titanic. Wow, es war absolut super. Genauso wie das darauffolgende Lied: „Drei Tage“, bei dem Lucius mit Martina Rumpf sang. Und auch Nikolaj Alexander Brucker war wunderbar, wenn auch sehr traurig. Man merkte, dass es ihm viel bedeutete. Maricel ist nun mal nicht mein Favorit und deshalb gefiel mir „Seit du weg bist“ nicht gut. Alyssa Preston, das Geburtstagskind des Abends, sang zum Abschluss des ersten Teils „Saved“.
Der zweite Teil begann mit einem weiteren Operettenlied von Petra Koschatzki, die auch als Moderatorin agierte – dazu später mehr. Maricels „Ein bisschen Frieden“ übertraf meine Erwartungen absolut. 1. Das Lied und 2. ich habe meine Meinung zu Maricel ja schon gesagt ließen für mich nichts gutes verheißen. Aber es war toll: Man hatte viel zu lachen und die Stimmung war auch sehr gut. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich „Send in the Clowns“ noch nicht kannte. Patricia Corry trug es wunderbar vor und ich war sehr erfreut. Das weitere Liebeslied von Christin Müller und Conny Drese „Love has come of age“ kann man genauso beschreiben wie vorhin: Toll gesungen, jedoch... „The last man in my life“ von Tersia Potgieter gefiel mir recht gut und Anne Görner war wunderbar bei „I will be loved tonight“. Und dann kam Nikolaj mit „Gethsemane“. Ich war sehr beeindruckt – da ich seine Stimme noch nie so gehört hatte. Der erste Teil war wirklich phantastisch. Und er tat mir sehr leid im zweiten Teil des Liedes, da seine Stimme beim letzten Ton im Falsett versagte. Man sah ihm seinen Ärger richtig an, obwohl der Anfang wirklich toll war. Danach folgte ein Tanz den ich nicht ganz verstand: „Fusion art presents“. Dort sang Ian Jon Bourg „Von nun an gibt es kein zurück“ und dazu wurde getanzt. Der Tanz war in Ordung, aber Ian verpatzte einige Töne und so war es nicht sehr schön. Anne Görners nächstes Lied, das sie mit Sandra Burchartz sang war wieder sehr schön: „Barcarole“. „Ich wär so gern ein Star“ von Conny Drese war witzig und gut. Nach einem Solo der Combo (etwas lang – die Zeit schwand). Sang Thomas Borchert und er war sehr gut. Als ich zu Anfang gesehen hatte, dass er „Make a wish come true“ singt, war ich etwas beunruhigt, doch er war toll. Und auch das Lied danach („I`ve got you under my skin“) war witzig. Thomas hatte anscheinend sehr gute Stimmung und machte so einiges Witzige auf der Bühne. Zum Abschluss sang Gabriele Ramm noch ein Lied. Als Ensemble Schlusslied kam „What I did for love“. Ich fand dieses Lied sehr schön und es klang toll (auch wenn die Mikrophone nicht sonderlich gut aufeinander abgestimmt waren). Der Schlussapplaus war leider sehr kurz, aber laut und stehend.
So jetzt noch allgemeines: Die Moderatorin (Petra Koschatzki) war schrecklich. Sie sprach einige Namen falsch aus (Luzius statt Lucius, Bruckner statt Brucker, John statt Jon und Laura statt Laurie). Außerdem sprach sie zu viel – denn die Zeit war schon knapp genug. Und das ist auch der nächste Punkt. Es war angekündigt, dass die Veranstaltung zweieinhalb bis drei Stunden dauern sollte, jedoch dauerte es letztendlich mehr als vier Stunden. Natürlich hatte ich wegen der Show nichts dagegen, denn es waren ja wirklich tolle Stücke dabei, aber somit musste ich den Stagedoorbesuch kürzen. Ich stand mit meinen Freundinnen nur kurze Zeit davor, schließlich mussten wir nach Hause. Und auch für andere Leute war es sehr schlecht, da einige noch mit Zug nach Hause mussten und den Saal eher verlassen mussten. Ich weiß nicht wie es passieren kann, dass man sich organisatorisch so sehr verschätzt. Das Publikum war okay. Es gab noch weiter Fans in der rechten Hälfte (wir saßen links) und dann noch vereinzelte. Doch einige Zuschauer fühlten sich eindeutig nicht wohl, das war schade.
Somit war im Allgemeinen der Abend ein toller Abend. Ich habe vieles gehört was mich sehr gefreut hat und die Stimmung war ziemlich gut – trotz der schlechteren Punkte.
Fantine
 
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Beitragvon Neliah » 01.06.2006, 21:06

Also, ich war auch beim Benefizkonzert und weil Fantine eigentlich alles wesentliche gesagt hat, möchte ich nur einige Dinge ergänzen.
Zuerst einmal fand ich die Frau in rosa und später klogün unglaublich nervig. Und für die letzten deppen hat sie auch nochmal erklärt, was den ein Cover eigentlich ist x.X vielen Dank.
Ich dachte, die hört gar nicht mehr auf zu reden. Außerdem waren mir auch entschieden zu viele Operettenlieder dabei.
Trotzdem fand ich die Tänze [bis auf vielleicht das mit Ian Jon Bourg] unglaublich toll.
Und natürlich die Lichtblicke des Abends: Nikolaj, Lucius, Claus Dam und Thomas. Ich war von allen so positiv überrascht! Klar waren andere auch sehr gut, aber die haben mich halt besonders beeindruckt.
Den Kritikpunkten, die Fantine angesprochen hat, kann ich mich kommentarlos anschließen. Ich bin immer noch ein bisschen wütend, dass wir wegen dieser Überlänge um den Stagedoorbesuch gebracht wurden.
Naja, alles in allem würd ich aber schon sagen, dass es ein toller Abend war. Anders als erwartet, aber gut. Das lang aber einzig und allein an den Leistungen und der Liedauswahl von vielen Darstellern.
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Beitragvon Musicaldreams » 01.06.2006, 22:17

Hallo,
zur Gala möchte ich nur sagen, dass mir insgesamt die Tanzszenen am besten gefallen haben. Ganz besonders, der Auftritt von IAN JON BOURG mit dem Titel "Von nun an gibt es kein zurück" in einer atemberaubenden Tanzchoreographie. Ian hat fantastisch gesungen, alle Töne voll getroffen. Dass sich einige Töne anders als im Musical anhörten, war Absicht. Nur von einem Cello begleitet wurde nicht nur der Text, sondern auch die Melodie bei "Von nun an ...." leicht verändert. Meiner Meinung nach passte dieses sehr gut zum ausdrucksstarken Tanz der gesamten Truppe. Von Ian stimmlicher als auch tänzerischer Leistung bin ich mehr als begeistert. Für mich das absolute Highlight des Abends. Super fand ich auch "Kulturschock" zu Beginn der Gala.
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Re: Benefizgala: Come Together

Beitragvon PhilippG » 01.06.2006, 22:45

Auch wenn einige Personen im Publikum leicht pikiert waren, spätestens bei „Internet ist für -“ waren feine Herrschaften in der Reihe vor mir peinlich berührt. Obwohl es eine tolle Performance war.


Du meinst "The internet is for porn" ?
Das wurde tatsächlich gespielt ?
In einem so gut wie reinen Operettenabend haben die ein Stück aus Avenue Q mit reingenommen ????

LOL... wer auch immer dieses Programm zusammengestellt hat,
hatte wohl an dem Abend ein wenig viel erwischt :lol:
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Beitragvon Emma Carew » 03.06.2006, 20:25

@Phil
Ja, sie haben das Stück mit 'reingenommen, allerdings in Zusammenhang mit anderen Liedern. Es war superlustig und auch sehr "anschaulich" gespielt... :wink:. Ich habe mich totgelacht, allerdings waren die Herrschaften neben uns extrem peinlich berührt und sind nach der Pause nicht wiedergekommen.

Allgemein möchte ich nicht noch sehr viel wiederholen, da hier schon einiges geschrieben wurde, nur so viel: Ich war unheimlich enttäuscht von dieser Gala. Neben der Titelauswahl und den teilweise fürchterlich gesungenen Stücken war die Veranstaltung eine solche selbstdarstellerische Sache, dass einem hätte schlecht werden können. Bei Sätzen wie "Öffnen sie alle ihre Herzen" (geklungen hat es eher nach "Öffnen die ihre Portemonnaies"), war ich kurz davor, das Colosseum zu verlassen!

Das einzig Gute bei dieser Gala waren die zwei, die die oben schon erwähnte kabarettistische Nummer abgezogen haben, die Tanznummer "Culture Shock", Maricel, Anne Görner und Thomas Borchert mit seinem Swing...

Ach, und wenn man Gethsemane nicht singen kann, sollte man es lassen...
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Beitragvon Monika » 03.06.2006, 21:24

Hmm... ich fand Gethsemane (bis auf den Schlusston) absolut klasse, Nikolaj hat mir ebenso wie Lucius und Martina am besten gefallen.

Und mich hat es eigentlich auch nicht wirklich verwundert, in einer Benefizgala was von dem Verein zu hören, der diese veranstaltet... da kann man doch eigentlich damit rechnen, dass dafür weiter "Werbung" gemacht wird.

"Cover".... weiß man das als ganz normaler Besucher?? Ich denke nicht, fand es nicht so schlimm, dass es nochmal erklärt wurde.

Ian hab ich den abend das erste mal gehört, und muss sagen dass ich nicht so überzeugt war. Irgendwie fehlte mir Glaubwürdigkeit in der Stimme, ein wenig mehr Gefühl. Der Auftritt mit dem Tanz an sich fand ich dennoch seeehr gelungen, das war das Phantom mal anders... aber absolut sehenswert. Genauso wie alle anderen Tanzszenen... wow kann ich dazu nur sagen.

Und Thomas Borchert mag ich persönlich immer noch nicht bzw. nachdem ich ihn nun das erste Mal live gehört habe erst recht nicht. Mir ist er einfach absolut unsympatisch. Er wirkte für mich total unecht und sehr gekünstelt, da hat selbst Augen zumachen und nur auf die Stimme hören nichts gebracht.
Monika
 

Beitragvon Emma Carew » 04.06.2006, 09:55

Naja, alles ist Geschmackssache, aber gekünstelt ist wohl nicht unbedingt der passende Ausdruck für Herrn Borchert, vor allem nicht, wenn man Vergleiche zu anderen Darstellern zieht.
Aber wenn du der Überzeugung bist, einen Darsteller aufgrund der Leistung an diesem Abend beurteilen zu können, ohne ihn jemals in einer richtigen Show gesehen zu haben, dann tue dir keinen Zwang an...
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Beitragvon Monika » 04.06.2006, 14:58

Ich möchte nur noch einmal drauf hinweisen, dass ich meinen ganz persönlichen Eindruck zur Gala und zu den Darstellern geschrieben habe, und ich mir nach wie vor sicher bin, wie der Eindruck der einzelnen Personen auf mich war. Und dazu zählt immer noch ein "gekünstelt" für Thomas Borchert. Insofern passt dieser Eindruck exakt.

Und ich habe mir nie angemaßt, einen Darsteller global beurteilen zu können... nirgendwo steht "als Phantom ist er schlecht"... schließlich hab ich ihn da nie gesehen.
Monika
 

Beitragvon Emma Carew » 06.06.2006, 12:42

@Monika:
Du brauchst dich ja nicht gleich persönlich angegriffen zu fühlen, Geschmäcker sind halt verschieden...
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Beitragvon PhilippG » 06.06.2006, 13:19

Na, das scheint ja eine echt "tolle" Gala gewesen zu sein.
Schade bei der Besetzung. Tut mir Leid für die, die da waren.

(Ich schnalle aber immernoch nicht wie man in ein Programm, das zum großteilaus Operetten-Songs besteht, "the internet is for porn" spielen kann :lol: )
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