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Elisabeth in Wien

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Elisabeth in Wien

Beitragvon Wuena » 19.10.2005, 23:14

So, jetzt war ich auch endlich mal wieder in Elisabeth in Wien.

Die grobe Zusammenfassung lautet: Es war ein sehr schöner und gelungener Abend. :) Lohnt sich auf jeden Fall.

Mir persönlich gefällt die Wiener Inszenierung viel besser als die deutschen. Man muss zwar mehr Vorwissen haben, um alles zu verstehen, aber nachdem ich so ziemlich jede Biographie die es gibt gelesen habe, ist das kein Problem. Und historisch ist sie viel genauer, von den Kostümen angefangen bis hin zur Reihenfolge der Ereignisse.
Besonders auch die Schlussszene des 1. Aktes (Elisabeth als Winterhalter-Bild) wirkt tausendmal besser.

Die Besetzung war:

Elisabeth - Ruth Kraus
Tod - Máté Kamarás
Lucheni - Serkan Kaya
Franz-Joseph - André Bauer
Sophie - Lenneke Willemsen
Rudoph - Fritz Schmid

Schade, dass Maya nicht gespielt hat, die würde ich gerne mal wieder sehen, aber das scheint nicht zu klappen. Ruth Kraus war aber auch nicht schlecht. An manchen Stellen hatte man das Gefühl, dass sie die Rolle noch nicht so oft gespielt hat, da sie bei der Choreo als etwas unsicher war, aber gesanglich war sie super. Und auch die alte Elisabeth hat sie serh überzeugend dargestellt, was ich am Anfang nicht gedacht hätte.
Besonders, wenn sie die Rolle nicht so oft spielt, Hut ab!

Máté hatte ich schonmal als Tod, wusste also schon wie er so ist. Rein optisch macht er schon was her :) , allerdings finde ich dann er denn Tod ein bisschen zu brutal spielt - "Der letzte Tanz" erinnert irgendwie schon fast an eine Vergewaltigung. So finde ich es nicht nachvollziehbar, warum sich Elisabeth in in verliebt. Aber vielleich fehlt mir da ja was... Auch stimmlich überzeugt er micht nicht 100%. Ab und zu kommt seine schöne Stimme raus, aber oft singt er nicht richtig sondern "quetscht" die Töne so raus. (Sorry, kenne leider das Fachwort nicht, ist jedenfalls nicht gesungen). Das finde ich schade, da er es ja anders könnte.
Machmal habe ich das Gefühl, dass alle Tode das so machen, um ja nicht zu nah an Uwe Krögers Interpretation zu kommen bzw. nicht mit ihm verglichen zu werden. :roll:

Serkan war extrem unterhaltend. Hat ein paar sehr lustige und unerwartete Einlagen gebracht ohne aufgesetzt oder übertrieben zu wirken. Was ja nicht bei allen Luchenis so ist.
Gesanglich hat er auch als etwas zu sehr "gequetscht", was ich ein bisschen schade fand.

André war ein guter Franz-Joseph, er wirkte diesmal symphatischer. Gesanglich war er sehr gut.
Genauso wie Lenneke. Am Anfang wirkt sie als Sophie etwas jung, spielt aber super, sodass das nicht weiter stört. Ich finde, sie gibt der Sophie noch eine weiche Seite, so ist sie nicht das personifizierte "Böse", was ich gut finde.

Fritz' Darstellung hat mich manchmal an den Alfred erinnert TdV, was ja nicht weiter verwunderlich ist, den Rudolph aber etwas dümmlich dastehen lässt. Gesanglich war er aber auch sehr gut.

Soweit mal meine Kurzfassung.
Wuena
 
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Beitragvon Elisabeth aus Wien » 22.10.2005, 21:01

Danke für die Kritik!
Ich persönlich mag die wiener Inszenierung überaupt nicht,ich häng total an der aus Essen,ebenso an dieser Cast!Was Maté betrifft,stimme ich dir völlig zu...mir ist er auch zu "brutal" und singt auch zu rockig,ich hab's da lieber"sanft"!!!Rob Fowler ist ein toller Tod!
Elisabeth aus Wien
 
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Beitragvon Scaramouche » 23.10.2005, 15:26

Ich bin an halloween in Wien bei Eli, bins chon total gespannt, wen ich so sehe. danke für die kritik, jetzt bin ich schon mal af alle Eventualitäten vorbereitet... :wink:
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Beitragvon Silberträne » 28.10.2005, 13:17

Ich habe die deutschen Inszenierungen bisher nicht gesehen, dafür die Wiener schon recht oft (es ist schön Wienerin zu sein *gg*). Und ich muss sagen, dass ich Máté von allen Tods am besten finde, der ist einfach *harrrrr* Und Maya ist sowieso indiskutabel die beste Eli, einmal habe ich ihre Zweitbesetzung gesehen, war was ich mich erinnere Nadine Hammer. Auch gut, kann man nix sagen, aber eben nicht Maya, und das hat man an der ganzen Stimmung im Theater gemerkt.

@ Máté und der letzte Tanz: na ja, verliebt hat sich Eli ja schon vorher in ihn. Und nachdem sie Franz Joseph geheiratet hat, weist sie den Tod eiskalt ab. Und das kommt gut rüber in dem Lied. Find ich.
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Beitragvon PhilippG » 28.10.2005, 13:40

Ich find die Wiener Besetzung, sowie die Wiener Inszenierung auch besser.
Man legt in Wien einfach mehr wert auf die Handlung und auf die Leistung der Darsteller. Nicht so sehr auf tolle Kulissen und glänzende Kostüme wie in den deutschen Produktionen.
Some people freeze out of fear that they'll fail, but I keep rollin' on.
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Beitragvon Inge » 28.10.2005, 14:17

hi!
Hab bis nur die Wiener fassung gesehen! ...diese dafür "schon" 2 mal! und werd sie mir am 10. nov. nochmal anschaunen!!!*freu*

Habs das erste mal 1994 oder so gesehen und soweit ich mich erinnern kann (war damals erst 6 jahre alt;-) ) hat mich damals der Tod seeehr fasziniert, weil er einfach total verführerisch war! ;-)
zu maté...ich finde auch, dass er die rolle etwas zu "brutal" spielt! als ich ihn bei E. sah hab ich mir als erstes gedacht: ach du meine Güte!!!;-)...aber hab gefunden, dass man sich einfach etwas an ihn gewöhnen muss!!! außerdem find ich es seehr gut, dass er nicht versucht uwe krögers interpretation nachzumachen!!!
schrecklich jedoch finde ich Matès Frisur!!!!!;-)
lg, inge
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Beitragvon Inge » 13.11.2005, 20:39

so!*g*...also der 10. nov. ist vorbei und cih war eigentl. etwas enttäuscht von der Aufführung!...

zuerst zu Lucheni(Björn Breckheimer): Beim Prolog hab ich mir nur gedacht: "Ach du lieber Himmel, was soll denn das werden!"...seine Antwort auf die Frage des Richters lautete: "geh leck mich doch am orsch!"...und das war meiner Meinung nach seeehr unpassend!!!!! ...abgesehen davon hat er mir seehr gefallen! in allen Aspekten! Vor allem sein "Kitsch" hat mich fasziniert!!! - Congratulations!!

Sophie(Else Ludwig): super gut, wie immer!*g*

Tod(Steven Seale): ...sehr mikrig!...obwohl man sich zeitweise dachte: "So schlecht is er gar nicht", war er nicht gerade überzeugend! Seine stimme war meiner meinung nach einfach zu kraftlos und er hat die ganze Rollen sehr im Hintergrund gehalten, worunter das ganze Stück eigentl. sehr leidet! Ich denke, dass er prinzipiell kein schlechter Musicaldarsteller ist, aber dies einfach nicht wirklich eine optimale Rolle für ihn ist!...da hat mir (sogar)Mate Karamas ncoh besser gefallen!;-)

Elisabeth(Maya Hakvoort): Maya, natürlich super wie immer (insgesamt)!...meiner Meinung nach hat sie etwas zu viel "gesprochen"!...das hat mich etwas gestört!...Ich glaube sie hatte es an diesem abend ziemlich schwer, da sie schaun musste, dass sie den Tod nicht zu serh in den Schatten stellt!*g*

Fräulein Windisch(Nadine Hammer): fasziniert mich immer wieder!!! - Kompliment!

Rudolf (Fritz Schmied): ...prinzipiell nicht so schlecht! Hat jedoch meiner meinung nach etwas zu "abgehackt" gesungen...da hat mir der Lukas Perman besser gefallen!;-)

Franz Josef (André Bauer): ...sehr super!!!Macht seine Sache wirklich gut!!*g*

Naja...das wars!*g*...freu mich schon auf die DVD!
Lg, inge
desto besser - besser desto!!
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Beitragvon Silberträne » 13.11.2005, 21:51

Ich habe Steven Seale damals bei der Vorpremiere der neuen Inszenierung gesehen... fand ihn gut. Halt Nicht Máté, aber gut. Vielleicht hatte er an dem Tag grad einen schlechten Tag @ Inge.

Nochmal @ Máté: Uwe habe ich als Tod nie gesehen, nur gehört, aber von all den anderen finde ich Máté am besten. Dass er "wild" ist, passt imho schon, schließlich ist er der Tod, etwas Dunkles und Mächtiges. Fast wie eine Naturgewalt, ählich dem Meer. Das kann auch glatt und still sein, sowie rau und stürmisch. Und genau diese zwei Seiten bringt Máté find ich gut rüber.
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Beitragvon Wuena » 14.11.2005, 23:35

zum Thema Tod:

Ich denke, dass es keine gute oder schlechte Interpretation des Todes gibt. Schließlich ist das ja eher eine fiktiver Figur und ob man sie nun gut, böse, verführerisch, bedrohlich etc. anlegt ist wohl Ansichtssache.

Mir persönlich gefällt Uwes Interpretation, also eher verführerisch, besser. Das ist mal eine ganz andere Sicht des Todes (bzw. war es vor 13 Jahren) und unterstützt meiner Meinung nach auch die Beziehung zw. Elisabeth und Tod. Gerade diese Beziehung kann ich bei Mátés Interpretation nicht ganz nachvollziehen. War auch schon bei Stanley in Scheveningen so. Aber ich gebe gerne zu, dass ich da etwas voreingenommen bzw. geprägt bin.

Mich würde mal interessieren, ob machen, die Uwes Interpretation kennen, Mátés besser gefällt.
Wuena
 
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Beitragvon Silberträne » 15.11.2005, 01:25

Also ich find ja wiederum Máté sehr verführerisch, während Uwe... na ja, wenn ich die Eli wäre und die Wahl hätte, dann fiele sie eindeutig auf Máté ^^ Aber so scheiden sich wohl die Geister.
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