Die grobe Zusammenfassung lautet: Es war ein sehr schöner und gelungener Abend.
Mir persönlich gefällt die Wiener Inszenierung viel besser als die deutschen. Man muss zwar mehr Vorwissen haben, um alles zu verstehen, aber nachdem ich so ziemlich jede Biographie die es gibt gelesen habe, ist das kein Problem. Und historisch ist sie viel genauer, von den Kostümen angefangen bis hin zur Reihenfolge der Ereignisse.
Besonders auch die Schlussszene des 1. Aktes (Elisabeth als Winterhalter-Bild) wirkt tausendmal besser.
Die Besetzung war:
Elisabeth - Ruth Kraus
Tod - Máté Kamarás
Lucheni - Serkan Kaya
Franz-Joseph - André Bauer
Sophie - Lenneke Willemsen
Rudoph - Fritz Schmid
Schade, dass Maya nicht gespielt hat, die würde ich gerne mal wieder sehen, aber das scheint nicht zu klappen. Ruth Kraus war aber auch nicht schlecht. An manchen Stellen hatte man das Gefühl, dass sie die Rolle noch nicht so oft gespielt hat, da sie bei der Choreo als etwas unsicher war, aber gesanglich war sie super. Und auch die alte Elisabeth hat sie serh überzeugend dargestellt, was ich am Anfang nicht gedacht hätte.
Besonders, wenn sie die Rolle nicht so oft spielt, Hut ab!
Máté hatte ich schonmal als Tod, wusste also schon wie er so ist. Rein optisch macht er schon was her
Machmal habe ich das Gefühl, dass alle Tode das so machen, um ja nicht zu nah an Uwe Krögers Interpretation zu kommen bzw. nicht mit ihm verglichen zu werden.
Serkan war extrem unterhaltend. Hat ein paar sehr lustige und unerwartete Einlagen gebracht ohne aufgesetzt oder übertrieben zu wirken. Was ja nicht bei allen Luchenis so ist.
Gesanglich hat er auch als etwas zu sehr "gequetscht", was ich ein bisschen schade fand.
André war ein guter Franz-Joseph, er wirkte diesmal symphatischer. Gesanglich war er sehr gut.
Genauso wie Lenneke. Am Anfang wirkt sie als Sophie etwas jung, spielt aber super, sodass das nicht weiter stört. Ich finde, sie gibt der Sophie noch eine weiche Seite, so ist sie nicht das personifizierte "Böse", was ich gut finde.
Fritz' Darstellung hat mich manchmal an den Alfred erinnert TdV, was ja nicht weiter verwunderlich ist, den Rudolph aber etwas dümmlich dastehen lässt. Gesanglich war er aber auch sehr gut.
Soweit mal meine Kurzfassung.

