von Borti » 14.04.2009, 12:50
Zitat aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 08.04.09:
"Aber wer kam auf die Idee, Daniel Rákász die Rolle des Johnny anzuvertrauen? Er hat keinerlei Gespür für den gebrochenen Charakter des Tänzers, der Anfang der 60er Jahre sein Talent vergeudet, um in einem Ferienressort als Animateur Frauen aus Wohlstandsfamilien zu beglücken. Auf dem Parkett und im Bett. Rákász spricht wie ein Automat, und so tanzt er auch. Dieser Johnny ist kein geschmeidiger Verführer, er ist der Mambonator, ein Brachialtänzer, ausgestattet mit einem Hüftschwung, der Dübel in Betonwände treiben könnte. In Rákász’ Biographie ist zu lesen, dass er in Ungarn unter die letzten Acht einer Show kam, die den denkwürdigen Titel „Du glaubst also, du kannst tanzen“ trug. In Berlin beweist er, dass er es nicht kann. Technisch ist das alles auf höchstem Niveau, nur fehlt ihm jeder Ausdruck. Tanzt er mit Baby, fürchtet man, dass er ihr versehentlich die Schulter auskugelt. Um ihre Unschuld macht man sich weniger Sorgen."
Ich stimme dem Verfasser in fast allen Punkten zu. Ich war am Samstag 11.04.09 in der Vorstellung und war enttäuscht. Nicht nur ich und meine Freundin, sondern auch andere Besucher fanden vor allem den starken Akzent des Haupdarstellers für äußerst störend. Man hat ihn in schnellen Passagen einfach nicht verstanden! Seine Tanzkünste möchte ich als Laie gar nicht anzweifeln. Janina Elkin hingegen sieht nicht nur aus wie "Baby", sie spielte sie auch wunderbar.
Fazit: 115,-€ p.P. in Kat.2 sind für diese Leistung des Hauptdarstellers und das fehlende Orchester einfach zu viel! Aber Schuld ist hier ganz klar die Produktion!