von Gast » 30.01.2004, 12:44
Es wurden schon sehr viele Diskussionen geführt, welche Isnzenierung denn besser sein soll. Für viele ist Wien besser, für viele Essen. Das hält sich die Waage. Wien ist die Urfassung mit einigen kleinen Änderungen, die Fassung auf der die anderen Fassungen aufgebaut wurden. Diese Fassung wurde zum Welterfolg und machte Elisabeth bereits damals von 1992-1998 zum erfolgreichsten deutschprachigem Musical aller Zeiten. Erst dann kamen die anderen Produktionen die den jeweiligen Ländern in denen sie gespielt wurden angepasst wurden, und das ist auch gut so. In Essen war eine wunderschöne Geschichte mit prunkvollsten Kleidern zu sehen, eine Geschichte, fast so schön wie ein Sissi-Film. Für viele die die Urfassung gekannt haben, war dies ein Schock, denn es hatte nichts mehr mit der ursprünglichen Fassung zu tun. Denn wer die Wiener Fassung kennt, weiss, dass dort eigentich fast das Gegenteil gezeigt wird. Eine morbide Geschichte, düster erzählt, sehr mystisch, sehr symbolisch, sehr ironisch, die Kostüme sind nicht prunkvoll sondern ehen nüchtern gehalten., wenig Bühnebild dafür atemberaubende Bühnentechnik und fast kein Kitsch. Denn der Kitsch der gezeigt wird, wird überzeichnet dargestellt, soquasi als Ironie gegen den ganzen Sissi-Kitsch, wenn man sich mit dieser Inszenierung auseinander setzt, dann begreift man es. Wien ist anspruchsvoll und nicht einfach eine nette Geschichte die man erzählt bekommt. Man wird zum Mitdenken angeregt, gewisse Kenntnisse und Verständnis wird vorausgesetzt. Genau darum kommt Eliabeth in Wien mit dieser Fassung so gut an, die Wiener lieben das Morbide, wie heissts so schön, Wien ist anders. Die Essener Inszenierung wäre in Wien nicht so der Renner, genau wie umgekehrt. KEine der beiden Inszenierungen ist schlechter als die andere, nur vollkommen anders. WEnn man sich von der einen Fassung löst ,kann man die andere geniessen. GEnauso wie es für viele ein Schock war damals nach Wien Essen zu sehen, genauso ist es umgekehrt. Obwohl es auch Ausnahmen gibt die zuerst Essen gesehen haben und dann Wien und denen Wien besser gefällt und umgekehrt. Hier ist es wie schon die 6 Jahre zuvor ein Riesenerfolg. Heute wurde bekanntgegeben, dass Elisabeth bis Ende 2005 verlängert wurde, wörtlich: wegen täglichen Ovationen und zahlreichen begeisterten Fans beim Bühneneingang wurde der Riesenerfolg Elisabeth bis Ende 2005 verlängert-so war es in den Zeitungen zu lesen. Dem kann ich nur zustimmen. Selten habe ich bei einem Musical so eine Begeisterung erlebt. Elisabeth damals in Wien hat Pia und Uwe zu den Stars gemacht die sie jetzt sind, eine wunderschöne Zeit, eine wunderschöne ERinnerung, in Essen wurde der Erfolg des STückes bestätigt und was jetzt wieder in Wien zu sehen ist, ist ein wahrer Genuss. Und die Besetzung ist absoluter Wahnsinn. MAya Hakoort ist unbeschreiblich, sie hat die Elisabeth ja schon ab 1994 in Wien gespielt und tut dies besser und überzeugender als je zuvor, sie schafft es die Leute Abend für Abend zu Tränen zu rühren. Serkan Kaya als Lucheni ist sicherlich ein wahrer Glücksgriff und hat das Publikum mit seiner Spielfreude voll im Griff. Und Mate Kamaras der die Rolle des Todes ganz anders anlegt als seine Vorgänger, ein Energiebündel das seines gleichen sucht, rockig und verrucht und der die Rolle des Todes etwas menschlicher anlegt, emotionaler, der ist zum Frauenliebling Nr.1 aufgestiegen. Ein wirklich hoch erotischer Mann! Das war meine Liebeserklärung an das Musical Elisabeth im Gesamten und vorallem an die Wiener Inszenierung. Sorry, dass es solange geworden ist.