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EXCALIBUR: Uraufführung 2006!

Diskussionen rund um Musicals / Produktionen

EXCALIBUR: Uraufführung 2006!

Beitragvon Musicalmix » 25.11.2005, 12:47

FMA-Regisseur Elmar Ottenthal wird sein Projekt EXCALIBUR im Juni 2006 realisieren! Schauplatz der großen Musicalproduktion wird bei einem Schloss in der Ost-Steiermark (Österreich) sein.

ALLE INFOS ZUR URAUFFÜHRUNG FINDET IHR UNTER
http://www.musicalmix.at/ (BEI: STORIES)

Musicalische Grüße aus Österreich!

Michael Kaden
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Beitragvon Inspektor Javert » 25.11.2005, 14:53

Dass dem Mann immer wieder irgendwer Geld gibt um seine verkorksten Inszenierungen zu finanzieren wird mir ein ewiges Rätsel bleiben....
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Beitragvon wild_rose » 25.11.2005, 15:20

Ich bin mal gespannt...FMA ist doch super!
And I don't want the world to see me 'cause I don't think that they'd understand...
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Beitragvon mara » 29.11.2005, 20:54

Sehr geehrter herr Javert,

Es ist eine Unverschämtheit, wie Sie sich hier in diesem Forum über so einen renommierten Regisseur und Intendanten wie Herrn Ottenthal hier öffentlich.

Ich habe bis jetzt nicht viele Inszenierungen von Herrn Ottenthal gesehen, aber sehr viel postives darüber gelesen (siehe google etc).

Ich weiss zwar nicht, ob Sie selbst Künstler sind oder nicht. Ist mir auch ziemlich egal. Aber Beleidigungen finde ich zutiefst unseriös. Wenn sie meinen, dass die Inszenierungen von Herrn Ottenthal verkorkst sind, dann teilen Sie doch auch bitte öffentlich mit was Sie damit genau meinen. Ewige Besserwisser gibt es genug auf Erden.

Jedem Menschen steht es übrigens auch frei mit seinem Geld zu tun was er möchte. Wir sollten froh sein, dass es Menschen gibt die in der heutigen Zeit der Subventionskürzungen ihr Geld für künstlerische Produktionen jeder Art ausgeben.

Mit freundlichen Grüßen

Maria Marius
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Beitragvon Inspektor Javert » 29.11.2005, 23:05

Holla, nicht gleich ausflippen. Ich hatte schon mehrfach das zweifelhafte Vergnügen, Herrn Ottenthals Werke live zu erleben und was man da so sehen kann ist oftmals doch ziemlich seltsam. Da erinnere ich nur an "Gambler", wo auf einmal Darsteller mit Draht-Tierköpfen über die Bühne wandeln und nicht nur ich mich frage...warum? Oder Blood Red Roses....wer das nicht gesehen hat kann mich wohl sowieso nicht verstehen. Das kommt auf meiner persönlichen Bestenliste aller Produktionen die ich je gesehen habe auf dem vorletzten Platz.

Davon abgesehen hat Herr Ottenthal wohl nicht nur bei mir ins Fettnäpfchen getreten, sondern wohl auch im Aachener Stadttheater, wo man froh war, ihn loszuwerden, in Mönchengladbach, wo grosse Hoffnungen auf ihm lagen, als er das Stadttheater übernahm um dort Open End "Gambler" zu spielen (hat nicht geklappt), in Berlin, wo er angetreten war mit einer ganzen Latte von Shows das Theater des Westens zu retten (hat auch nicht geklappt) und schliesslich bei Herrn Eric Woolfson, der hinterher auch nicht mehr besonders glücklich über den Stil seines Regisseurs war, schliesslich sind seine Shows ja nicht unbedingt als Kassenschlager zu bezeichen, obwohl seine Musik definitiv das Beste daran war.

Da halte ich es eher mit Peter Weck, der einmal gesagt hat: "Wenn man so lange wie ich im Musicalgeschäft war, kennt man alle, die sich in diesem Gewerbe herumtreiben und so tun, als würden sie etwas davon verstehen. Viele wollen nur schnelles Geld machen und das Verständnis dafür würde ich den meisten absprechen. Dieses ganze Unternehmen "Falco" ist schon bei der Präsentation im Vorjahr so laienhaft gewesen, daß ich dem kein Vertrauen geschenkt habe ... (Elmar Ottenthal) muß ja nicht, nur weil er mein Assistent war, auch ein guter Regisseur sein."

Ich habe hier nicht Elmar Ottenthal persönlich angegriffen und auch nicht diejenigen, die seine Shows toll finden (die gibt es auch), ich habe mich nur laut gewundert, dass jemand diesem Mann immer noch Geld gibt um neue Shows aus dem Boden zu stampfen. Das sollte doch wohl erlaubt sein....
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Beitragvon everythingisrent » 30.11.2005, 00:43

mara hat geschrieben:Ich habe bis jetzt nicht viele Inszenierungen von Herrn Ottenthal gesehen, aber sehr viel postives darüber gelesen (siehe google etc).


Na wow...sich auf Google zu verlassen, ist natürlich auch zutiefst seriös :roll: und richtig, niemand hat Herrn Ottenthal beleidigt, sondern lediglich seine Inszenierungen kritisiert. Und das, wie sich anschließend zeigte, auch sachlich begründet und nicht nur durch Hörensagen *hustgooglehust* beeinflusst. In diesem Sinne: Chapeau, Monsieur le Inspecteur.
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Beitragvon FrankT » 30.11.2005, 15:09

Man sollte doch froh sein, dass es noch Leute gibt, die sich noch etwas trauen.
Herr Ottenthal schöpft wenigstens nicht aus dem ewigen Sumpf des ewigen Musicalmorastes. Bei ihm stehen nicht Süßlichkeiten oder Banalitäten auf dem Programm. Er ist auf einer intellektuell anderen Stufe.
Natürlich hat damit das Durchschnitts-Musicalpublikum Probleme damit. Hier muss man vielleicht auch mal kurz nachdenken, um alles zu verstehen! Gefällig sind seine Inszenierungen jedenfalls nicht...

Ottenthal hat einen künstlerisch eingenständischen Stil gefunden. Das ist viel mehr, als der Großteil der anderen Regisseure je erreichen wird! Hier entsteht Kunst und nicht Junk-Food.
Andere Regisseure gehen ja leider oft nur nach dem Motto "Hauptsache ich hab Erfolg! Alles andere ist mir egal." - die Kunst bleibt auf der Strecke.

Damit sich aber auch das Musical weiterentwickeln kann, muss es Leute geben, die sich etwas trauen. Nur dann kann Neues entstehen.
Dass auf diesem Weg auch oft Misserfolge stehen, versteht sich von selbst. Aber was solls? Es geht ja darum etwas zu bewegen.
Wir können uns nicht ewig auf Importe aus Übersee verlassen!

Auch Peter Weck dürfte wohl vergessen haben, dass er auch einige Flops zu verzeichnen hat. FREUDIANA in Wien kam beim Publikum nicht gut an. Eric Woolfson war derart enttäuscht darüber, dass er die Rechte daran über mehrere Jahre weltweit hat sperren lassen.
Auch SUNSET BOULEVARD wollte der liebe Herr Weck noch retten. Lang hat er es auch nicht geschafft.
Und dass er finanziell die VBW hinuntergezogen hat, wollen wir hier mal nicht genauer erläutern...

Wenn ich dann von "verkorksten Inszenierungen" lese, hab ich das Gefühl, dass nur persönliche Befindlichkeiten hier ausgetauscht werden. Sachlich begründet wurde hier nämlich nichts.
Auch mir gefällt nicht alles, wass Herr Ottenthal macht, aber man muss differenzieren können.

Anstatt sich zu freuen, dass Neues kommt, schimpft man nur. Sehr schade!
FrankT
 
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Beitragvon Inspektor Javert » 30.11.2005, 18:44

Naja, ich denke mal Peter Wecks Ära war eine der künstlerisch erfolgreichsten der VBW, er hat es geschafft Wien als Musicalmetropole zu etablieren, Cats, Phantom, Les Misérables dorthin zu holen, Elisabeth als Welturaufführung zum erfolgreichsten Export der VbW zu machen. Jeder hat mal nen Flop, auch andere VbW Intendanten (siehe Barbarella). Sunset Boulevard hat er "nur" als künstlerischer Berater betreut, das lag aber in den Händen der RUG, ich glaube nicht dass man sagen kann, es hat am Stück gelegen, denn die Sunset Inszenierung war künstlerisch genauso hochwertig wie in London oder New York. Daher würde ich ihm nicht unbedingt persönlich die Schuld dafür in die Schuhe schieben.

Dass Elmar Ottenthal auf einer intellektuell anderen Stufe steht, bezweifle ich nicht, aber wenn man Musicals kommerziell erfolgreich machen will, dann muss man nicht meinen man könnte das wie eine Oper bei den Salzburger Festspielen modern und rätselhaft inszenieren. Es gibt andere Regisseure von Weltruf, die es im Musicalbereich sehr erfolgreich geschafft haben. Siehe Harry Kupfer. Siehe Roman Polanski.

Das war mein Abschlusskommentar.
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Beitragvon Wotan » 30.11.2005, 20:25

Hat schon jemand von Euch die Musik gehört?
Ich habe seit gestern die CD und denke, daß der Regisseur sich hier schon einiges einfallen lassen muß, um eine spannende Geschichte zu erzählene.
Das ganze Musical besteht eigentlich nur aus Schmuse-Pop, ohne Dramatik, ohne Gefühle und ohne Magie.
Am ehesten hat es mich an "Poe" erinnert.
Seltsamerweise hat diese Art von Musik und Bühnendarstellung ja viele Freunde, so daß sicher auch diese "Excalibur" Produktion ihre Fans finden wird. Aber gerade bei einem solchen Stoff hätte ich mir doch eher eine dramatisch-bombastischere Herangehensweise gewünscht.

Man darf auch die Wildhorn/Steinman(!)-Fassung gespannt sein, die es Gerüchten zur Folge (bald?) geben soll...
[Quelle: http://www.frankwildhorn.com/frank/]

Gruß
Wotan
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Beitragvon vaio » 13.12.2005, 14:34

auch sehr interessant!
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