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Das Phantom der Oper: Neu-Inszenierung in Osnabrück

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Beitragvon *Meg* » 24.11.2006, 11:44

@ Inspektor Javert :

der einzigste Grund für "mich" da hinein zugehen ist, dass ich Phantom"phan"(ich sag ja lieber Phantomliebhaber ^^) bin und das aus diesem Grunde unbedingt sehen will. Könnte doch gut sein dass es mir trotz dem vielen negativem Kritik gefällt. Außerdem will ich ja mitreden können.

Also es sieht schon ziemlich billig aus,aber man kann das natürlich auch nicht vergleichen mit dem Webber Musical.Allerdings ist es ja angeblich an den Film angelehnt,also da erwarte ich dann schon was. Filmplakat haben sie ja sogar im Hintergrund ihres Plakates.
Das ist schon sehr verwirrend. Es gibt viele viele Menschen die dort hinein gehen und denken dies wäre das"Original" und dann enttäuscht sind.


Die Texte von dem Stück finde ich teilweise auch ziemlich flach. ;-) Aber da kenn ich schlimmeres^^ ("Wir fangen wir fangen wir fangen das Phantom"
*sing* Oder"Warum hat es sich versteckt,jeder will dass es verreckt" Stammt aus einem anderen PdO Musical ;-) )
*Meg*
 
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Beitragvon Inspektor Javert » 24.11.2006, 18:47

*Meg* hat geschrieben:Warum hat es sich versteckt,jeder will dass es verreckt" Stammt aus einem anderen PdO Musical ;-) )


Lol, das ist gut *kringelt sich* :D
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Beitragvon Anny » 25.11.2006, 11:52

Ist aus Hoffmann/Freynik.

"Das Phantom! Das Phantom!
Warum hat es sich versteckt
Jeder will dass es verreckt
Merkt ihr nicht dass hinter meiner Maske
Auch ein Wesen mit Gefühlen steckt"

"Ein Phantom ein Phantom
Ob ein Riese oder Gnom
Ist im Opernpersonal nicht vorgesehen
Das Phantom das Phantom
Pure Provoka-tion
Stört die öffentliche Ordnung ganz extrem"

Die Texte sind allesamt so lustig, Inspektor Javert ;-) Und die Musik klang wie auf einer schlechten Heimorgel gespielt, während mein spanisches Phantom mit Vollbart über die Bühne watschelte. Das war die merkwürdigste Show die cih je gesehen hab.
http://phantomslair.phantom-fanclub.de <--Forum des offiziellen Phantom der Oper Fanclubs
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Beitragvon *Meg* » 25.11.2006, 22:51

Lol, das ist gut *kringelt sich*

Hihi genau so gings mir auch.^^ Hab die CD davon.Kann dir ja mal ein besonders"Inteligentes" Lied zukommen lassen,wenn du willst. ;-)
Den Rest sollte man besser in einen anderen Thread besprechen.^^
*Meg*
 
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Beitragvon wild_rose » 17.12.2006, 23:31

Das mit den 40 Euro solltet ihr nicht falsch verstehen- generell ist das natürlich wenig, aber für eben dieses Theater, das wirklich in einer kleinen Gemeinde ist, verhältnismäßig extrem viel.
And I don't want the world to see me 'cause I don't think that they'd understand...
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Beitragvon *Meg* » 22.12.2006, 19:47

Ja 40 Euro sind wirklich viel. Vor allem wenn man bedenkt, dass man mit 40Euro dann noch nicht mal in der ersten Preisklasse sitzt.

Ich gehe im Februar in dieses Theaterstück. Bin mal gespannt. Werde mich aber auf alle Fälle in die letzte Preiskategorie verfrachten ;-) Mehr bin ich nicht gewillt auszugeben, ^^

Und von anderen Phantomproduktionen bin ich es gewohnt dass manche Leute enttäuscht das Theater verlassen. Dann kann ich mich ja etwas weiter nach vorne setzen.
*Meg*
 
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Beitragvon *Meg* » 03.01.2007, 01:16

Neuigkeiten^^ :

Eine Freundin von mir,die auch zuerst nicht begeistert von einer Neu-Inszenierung war, hat sich das Stück angesehen und war wirklich positiv davon überrascht. Ihr hat es,bis auf die Kostüme, ziemlich gut gefallen. Es orientiert sich sehr an Leroux und sogar die Folterkammer Szene ist dort sehr gut dargestellt.

Also was lernen wir daraus? Erst angucken! Dann urteilen! :mrgreen: :wink:

Und wenn das mein Portemonnaie zuläßt, werde ich genau danach handeln. ;-)
*Meg*
 
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vorsicht!

Beitragvon Seymour3000 » 07.01.2007, 22:36

also ich habe gehört dass es sich bei dieser phantom der oper fassung mal wieder um ein parallel-musical handelt, mit anderen liedern und ner satire habdlung. genauso wie dieses die schöne und das biest, das mitte januar im bremen läuft. das ist auch nicht das von disney und alan menken, sondern von martin doepke, der robin hood schrieb. also: bei unbekannten covern und plakaten - am besten erst mal kritisch recherchieren! 8)
"Es gibt ein Licht ganz am Ende des Tunnels" [aus ST-EX]
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Christine ist Carlotta...

Beitragvon mistoline » 13.01.2007, 04:44

Das hatte ich schonmal woanders geschrieben, aber da wird es wohl niemand lesen, ausserdem ist dieser Artikel die erweiterte Fassung:

Ich hatte das Vergnügen (?) die Aufführung in der Jahrhunderhallen in Frankfurt sehen zu dürfen. Man sollte gar nicht erst beginnen, warum das Stück keine 60 Euro Kartenpreis wert ist - aber sicher einer der Hauptpunkte war, dass man mit diesem Preis eine Künstlerin bezahlte, die zu alt für eine Rolle ist, die sie nicht einmal ordentlich spielen kann - und das ganze Musical darauf ausgelegt zu sein schein, diese Künstlerin zu promoten. Ich fühlte mich vage an die Verfilmung von "Die Geisha" erinnert, in der eine Chinesin die Hauptrolle spielt, die nicht einmal der Beschreibung der japanischen Geisha nahe kommt - aber "macht ja nichts, die Dame ist ja berühmt".

Was mir wirklich gefallen hat, war das Bühnenbild mit Projektionen auf einer Leinwand und einer großen Treppe, die je nach Drehung verschiedenartig genutzt werden kann. Ausserdem haben die beiden Ersatzschauspieler, die kurzfristig eingesprungen waren, mehr als ganze Arbeit geleistet. Neben den beiden "Ballettmädchen" und dem Phantom waren sie die beste Besetzung des ganzen Stücks. Über die fehlende Tiefe der Charaktere und das schleppende Tempo des Gesamtschauspiels will ich nicht ausführlich berichten. Überzeugend war die schauspielerische Leistung auch nicht - Raoul abzunehmen, dass er in Christine verliebt ist, blieb der eigenen Imagination vorbehalten. Selbst der Cellist des Frankfurter Ensembles hätte sich mehr in sein Schwanensolo vertiefen können, damit es nicht ganz so abgehackt klingt. Da es aber ohnehin unverständlich ist, was Camille Saint-Saens' "Der Schwan" aus dem Karneval der Tiere mit einem Friedhof zu tun hat, sei darüber hinweg gesehen.

Eins muss man dem Ensemble lassen: Singen kann es - und hier und da fand man auch einige echt gute Ideen. Das Stück selbst war einigermaßen hübsch und amüsant, aber insgesamt doch eher zweitklassig. 60 Euro war es ganz sicher nicht wert - denn das war wohl hauptsächlich die Bezahlung für ein paar nette Kostüme (nicht alle Kostüme) und den Namen einer Künstlerin, ohne die das Stück vermutlich doch etwas besser gewesen wäre (man hätte sich dann vermutlich mehr auf die Geschichte und die Charakterausarbeitung konzentriert). Für Deborah Sasson Fans ist dies sicher ein leckerer Kuchen - für Freunde von Musicals und dem Phantom der Oper von Gaston Leroux ist es allerdings eher enttäuschend.

Dass ich sicher nicht die einzige mit dieser Meinung war zeigt sich schon darin, dass das Phantom beim "Curtain Call" mit euphorischen Rufen und Klatschen bedacht wurde, man sich bei Deborah Sasson aber lediglich auf höfliches Klatschen für die Hauptdarstellerin reduzierte.

Am Ende wurde man dann noch mit "Christina Daée" (Deborah Sasson) in der Rolle der "Carmen" bedacht - was weder ins Stück, noch zur Rolle passte - aber es musste wohl *noch* ein Solo mit der Diva des Stückes geben. Letztendlich passte diese Ende nur zu der von Sasson gespielten Christine Daée, bei der man sich sehr stark an die Darstellung der Carlotta im Ursprungsroman erinnert fühlte. Das schüchterne, bescheidene, junge und unschuldige Mädchen, das Christine Daée eigentlich sein sollte, hat man auf der Bühne nicht finden können.

Man sollte vielleicht noch diejenigen warnen, die viel von gelungener Poesie und begeisternden Texten halten. Auch diese Menschen werden nicht auf ihre Kosten kommen. "Wir sind reich, wie ein Scheich..." Sicher ist das in Paris im 19. Jahrhundert kein absolut unmöglicher Text jedoch trotzdem unpassend und schlechte Poesie. "Reim dich, oder ich schlag dich" wäre ein Motto für die Texterei gewesen, die dem Zuhörer neben Original-Arien in Italienisch und Französisch zu Ohren kamen.

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In Kurzfassung hier noch ein paar weitere Dinge, die mir bei der Aufführung aufgefallen sind

* "Der Perser" spricht zwar mit französischem Akzent, verliert ihn aber beim Singen.
* Die Rolle des Phantoms schien mehr wie eine Nebenrolle. Im ersten Akt war es kaum zu sehen und im zweiten Akt starb es wohl nach etwas mehr als der Hälfte (seit wann stirbt das Phantom?). Schade, da die Besetzung eine der wenigen brauchbaren Schauspieler des Stückes enthielt.
* Das Phantom, das nach Leroux Beschreibung Christine zwar einsperrte, sie aber wohl mehr wie eine Königin betrachtete, fesselte Christine ans Bett, was meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Charakter passte.
* Trotz gutem Schauspieler war die Charakterisierung des Phantoms so flach, dass es im Grunde nur böse war und ein wenig nach Liebe weinte - richtige Sympathien konnte es nicht erwecken.
* Das Kostüm "Der Tod" bestand hauptsächlich aus einer Jacke mit den Worten "DER TOD" auf dem Rücken (in roter Schrift) aufgenäht - und wurde vom Phantom auch ausserhalb des Maskenballs getragen, egal wie unpassend. Das Kostüm sah eher billig als kreativ aus und machte teilweise eine Szene zunichte, in der das Phantom Christine um ihre Liebe anfleht.
* Madame Sorelli, die ja eigentlich ein Verbindungsglied zum Phantom darstellt, hat das Phantom laut aussage nie getroffen und glaubt wohl auch nicht daran.
* Der Suchtrupp nach dem Phantom verirrt sich unterwegs und gibt die Suche dann auf (wobei sie "Taktii(e)k" auf "Musik" reimen) und sucht auch nicht weiter danach (aber es ist ja eh tot umgefallen).
* Es gab zwar Kerzen und Kerzenhalter auf der Bühne, dadurch, dass sie aber nie angezündet wurden, wirkte ihre Anwesenheit so flach wie die Schauspielerische Leistung.
* Duette gab es kaum - manchmal ein paar Zeilen oder ein-zwei Strophen, dafür durfte Deborah Sasson aber jede Menge Arien singen (direkt aus den Open genommen), die sich teilweise recht in die Länge zogen und meist in Italienisch (oder Französisch) waren.
* Bei einer der Liebeserklärungen von Raoul zu Christine waren nicht weniger als zwei Stühle, ein Tisch, eine Person (Madame Sorelli) und mindestens sechs Meter zwischen den beiden.
* Jeder 'Kuss' war so offensichtlich eine als Kuss getarnte Umarmung und alles andere als überzeugend.
* Carlotta hat nicht gequakt, als das Phantom ihre Stimme 'verhexte', sie hat auf vulgärste Weise gerülpst. Ob das lustig sein sollte weiss ich nicht.
* Einer der neuen Direktoren griff Madame Sorelli (wer die Geschichte kennt weiss dass sie eine eher konservative Witwe ist) an den Hintern und sie fiepst wie ein Schulmädchen.

Also ich weiss nicht... so einiges in diesem Stück ist schon schwer daneben gegangen. Ich weiss, ich beschwere mich hier nur, aber man kann es nur so ausdrücken: Es war ein nettes, einfaches Stück zur Unterhaltung, aber es als 60-Euro Theaterstück zu verkaufen ist eigentlich eine Frechheit. Wäre es noch ein bisschen schlechter gewesen, hätte ich versucht mein Geld zurück zu bekommen. Wir waren zu viert da, was uns etwa 240 Euro gekostet hat. Geboten wurde uns ein flaches Stück, eine schlecht-spielende Diva/Ensemble und ein bisschen was zum Amüsieren (eben weil es manchmal so schlecht war). Das Geld war es auf jeden Fall nicht wert.
mistoline
 
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